Ein Mensch beklagte seine Not:
Ihm fehle oft das täglich‘ Brot.
Denn man würde ihm zum Leben
nicht genügend Knete geben.

Dann holte er den Flachmann raus,
trank ihn fast bis zur Hälfte aus
und zog sich munter hinterdrein
mit Lust zwei Zigaretten rein.

Dadurch belebt fuhr er gleich fort,
sein Leid zu schildern Wort um Wort.
Was sich andre leisten können,
kann er sich seit Jahr’n nicht gönnen.

In dem Tone klagt‘ er weiter:
Nur sein Leben sei nicht heiter.
Die Worte gingen hin und her.
Die Tabakschachtel wurde leer.

Dann zog der Mensch den Flachmann raus,
trank ihn nun bis zur Neige aus
und  holte sich – der Mensch in Not –
vom Kiosk schnell „sein täglich Brot“.